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Berufsrecht für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen (und alle interessierten Kolleg*innen): Kindswohlgefährdung

30. Juni 2022, 18:30 bis 20:00 Uhr

Online-Seminar

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Seit den ersten Erhebungen im Jahr 2012 haben sich die Gefährdungseinschätzungen der Jugendämter in Hessen mehr als verdoppelt. Im vergangenen Jahr zeigten die veröffentlich­ten Zahlen, dass diese Entwicklung im Corona-Jahr 2020 noch einmal Fahrt aufgenommen hat. Gewalt in Familien hat sich durch die Extrembedingungen der pandemischen Schutz­maßnahmen verschärft. Für Psychotherapeut*innen ist es bedeutsam, den Verdacht auf Kindeswohlgefährdung zu ver­folgen. Ein hilfreiches, rechtssicheres Vorgehen durch die KJP will gut überlegt sein. Schließlich geht es darum, einen schutz­gebenden Rahmen für das Kind oder den/die Jugendliche*n zu schaffen. Dafür müssen Psychotherapeut*innen die recht­lichen Voraussetzungen gut kennen, die allerdings sehr kom­plex sind. In entsprechenden Gesetzestexten wird der Begriff der Kindeswohlgefährdung zwar verwendet, allerdings nicht genau definiert. Das ist auf eine nahezu unendliche Zahl an möglichen Fällen und Umständen zurückzuführen.

 

In einem Beschluss vom 23.11.2016 (Az. XII ZB 149/16) defi­niert der Bundesgerichts-hof die Kindeswohlgefährdung wie folgt: „Eine Kindeswohlgefährdung im Sinne des § 1666 Abs. 1 BGB liegt vor, wenn eine gegenwärtige, in einem solchen Maß vorhandene Gefahr festgestellt wird, dass bei der wei­teren Entwicklung der Dinge eine erhebliche Schädigung des geistigen oder leiblichen Wohls des Kindes mit hinreichender Wahr-scheinlichkeit zu erwarten ist. An die Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts sind dabei umso geringere Anforderun­gen zu stellen, je schwerer der drohende Schaden wiegt.“

 

Es ist also wenig überraschend, dass die Beurteilung in Fäl­len von möglicher Kindes-wohlgefährdung zu Unsicherheiten führt. Mit der Fortbildungsveranstaltung möchten wir Sie in diesen Rechtsfragen unterstützen und Ihnen Antworten für die Praxis mitgeben. Neben der Darstellung und Aufklärung der rechtlichen Rahmenbe-dingungen, haben Sie auch die Ge­legenheit für individuelle Fragen aus Ihrem Therapiealltag.

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